|
|
|
Lesungen und
Kulturveranstaltungen in Hannover-List 2011
|
|
Neue Lesungsreihe: Menschen im
Spiegel ihrer Geschichte
|
So., 04. Dezember 2011 - Nächste Veranstaltung
"Und was nützen Bücher," dachte
Alice, "ohne Bilder und
Gespräche?"
Lewis
Carroll. Alice im Wunderland
Der Gimpel Verlag -
Vorstellung eines hannoverschen Kinderbuchverlags
2006
gegründet, steht der hannoversche Gimpel Verlag für
Kinderbücher, die durch eine schöne bilderreiche Sprache,
ausgereifte Erzählkunst und liebevolle Illustrationen
überzeugen. Zu seinen Autoren & Illustratoren gehören
u.a. Iwona Chmielewska (Bologna Ragazzi Award 2011, Goldener Apfel
2007), Pawel Pawlak (Goldener Apfel 2005) und die vielversprechende
Gabriela Cichowska.
Adam
Jaromir, der den Verlag gemeinsam mit Luca Emanueli leitet und der
selber als Autor tätig ist, wird Ihnen den Verlag vorstellen,
berichten, wie ein Kinderbuch entsteht. Er wird von seiner
Zusammenarbeit mit polnischen Künstlern erzählen und davon,
was in seinen Augen ein schönes Bilderbuch ausmacht. Der Verlag
erhielt den diesjährigen Publikumspreis der BuchLust.
Es gibt einen Büchertisch. Anschließendes Gespräch
möglich. (Veranstaltungseinladung als pdf)
|
|
Beginn: 19 h. Ort:
ATELIER HOLLE VOSS, Fraunhofer Str. 3 (am de-Häen-Platz), 30163
Hannover-List. Eintritt frei,
Spende
erwünscht.
Voranmeldung erbeten: Tel. 625424.
|
|
So.,
30. Oktober 2011 - Lesung
Wolfgang Kloss.
Bubi - Ein
Schicksal 1944-1952
1935 wird Wolfgang (genannt Bubi)
in dem kleinen odermärkischen Dorf Lawitz geboren. Wenig
später verläßt die Familie das eigene Haus und zieht
nach Küstrin/Oder, dem heutigen polnischen Kostrzyn, wo der Vater
im Dienst der Deutschen Wehrmacht steht. Nach wunderschönen Ferien
mit seinem Cousin und Vorbild Alfred auf dem Bauernhof des Onkels in
seinem Geburtsort muß der neunjährige Junge mit Mutter und
Schwester unter dramatischen Umständen vor den russischen Truppen
fliehen. Nach Beendigung des Krieges versucht die wiedervereinte
Familie ihrem Haus in Lawitz einen neuen Anfang, der aber mit der
Verfolgung des Vaters durch die Besatzungsmacht wegen dessen
Wehrtätigkeit ein jähes Ende findet. Die erneute Flucht,
jetzt aus der Sowjetischen Besatzungszone, die kargen und
demütigenden Jahre als Flüchtlingsjunge prägen den
Heranwachsenden. Die Heimoberschule in Helmstedt wird sein neues
Zuhause. Hier erlebt er einige glückliche Jahre. Dann schlägt
das Schicksal erneut zu.
Margarete von Schwarzkopf führte am 8.3.2011 in der NDR
Bücherwelt ein Interview mit Wolfgang Kloss.
Peiner
Allgemeine Zeitung: Ein Buch von literarischem Anspruch. Ein gutes
Buch. Und was mehr ist: Ein Menschenbuch! "Wie erstarrt las ich die
letzte Seite, klappte das Buch zu - einer Träne mich nicht
schämend."
Hannoversche
Allgemeine Zeitung: Kloss ... erzählt aus der Sicht eines Kindes
und schafft damit eine berührende Atmosphäre.
Aller-Zeitung/Wolfsburger
Allgemeine: Ein Chronist seines Lebens - lesenswert, auch für
Jüngere, ja, die wissen wollen: Wie wäre mein Leben damals
gewesen?
Braunschweiger
Zeitung: Das ist Zeitgeschichte! Zitat: Wir sind wie Pflanzen, die
rausgerissen sind und woanders wieder Wurzeln schlagen müssen.
Märkische
Oderzeitung: Wenn man zu lesen anfängt, lässt einen die
Geschichte nicht mehr los.
|
|
Beginn: 19 h. Ort:
ATELIER HOLLE VOSS, Fraunhofer Str. 3 (am de-Häen-Platz), 30163
Hannover-List. Eintritt frei,
Spende
erwünscht.
Voranmeldung erbeten: Tel. 625424.
|
So.,
10. April 2011 - Nächste
Lesung:
Noshin
Shahrokhi. Unerfüllte Träume einer Iranerin
Mit
der Machtergreifung der Islamisten bläst ein heftiger Gegenwind in
die Gesichter der modernen Frauen im Iran.
Trotz aller neuen Restriktionen wie auch der bedrückenden
Tradition ist die Protagonistin Nilufar felsenfest davon
überzeugt, dass sie schließlich zu Ende bringen wird, was
bereits ihre Mutter der Herrschaft der Männer
entgegenzusetzen
versuchte: ein Leben, orientiert an den eigenen Bedürfnissen, auch
wenn das unweigerlich Trennung, Schmerz und Einsamkeit bedeutet. So
kämpft sie unerschütterlich gegen eine endlose Liste von
ungeschriebenen Vorschriften an. Der Autorin Noshin Shahrokhi gelingt
es in ihrem ersten in deutscher Sprache vorliegenden Roman
hervorragend, nicht nur die patriarchalischen Männer zu
demaskieren, sondern sie entlarvt auch die innere Verlogenheit jener
fanatischen Frauen, die an dem Elend der Frauen im Iran
maßgeblich beteiligt sind. In ihrem Buch stehen die modernen
iranischen Frauen den sogenannten traditionellen Frauen von angesicht
zu angesicht gegenüber.
Noshin
Shahrokhi wurde 1964 in Teheran geboren und lebt
seit 1986 in Deutschland. Hier hat sie Germanistik und
Religionswissenschaften studiert und arbeitet derzeit an ihrer
Doktorarbeit mit dem Thema „Die Gestalt der Frau in der modernen
persischen Prosaliteratur“. Ihr Roman "Unerfüllte
Träume
einer Iranerin" ist in persischer Sprache bereits
auf große Resonanz gestoßen und liegt mittlerweile in 2.
Auflage vor. Auch einen Erzählband hat sie bereits in persischer
Sprache veröffentlicht. Immer wieder werden ihre Kurzgeschichten
in verschiedenen Zeitschriften publiziert.
Das Buch stand auf der
LiBeratur-Bücherliste 2009 "Kulturkampf in der Familie" (Neue
Presse)
|
|
Beginn: 19 h. Ort:
ATELIER HOLLE VOSS, Fraunhofer Str. 3 (am de-Häen-Platz), 30163
Hannover-List. Eintritt frei,
Spende
erwünscht.
Voranmeldung erbeten: Tel. 625424.
|
|
So.,
20. Februar 2011 - Vortrag:
Wolfgang
Eggersdorfer: "Man hatte die Masern, man hatte Heine" (Karl Kraus). Glanz und Elend
Heinrich Heines
Heinrich
Heine stand nie so ganz sicher auf dem Sockel deutschen Ruhmes; - wenn
überhaupt. Kurt Tucholskys Feststellung aus dem Jahre 1929 ist bis
heute gültig geblieben: Die Zahl der deutschen
Kriegerdenkmäler zur Zahl der deutschen Heine-Denkmäler
verhält sich hierzulande wie die Macht zum Geist. Was heißen
sollte im Land der Dichter und Denker: machtgeschützte
Innerlichkeit statt klare Anweisungen an zahme Zeitgenossen: „Girre
nicht mehr wie ein Werther/ welcher nur für Lotten glüht-/
Was die Glocke hat geschlagen,/ Sollst du deinem Volke sagen,/ Rede
Dolche, rede Schwerter!“. Das hat man mehrheitlich wohl fast bis 1968
übelgenommen. Dann waren die poetischen Masern überstanden.
Ruhm und Nachruhm dieses deutschen Dichters. Jahrzehnte nach Heines Tod
(1856) gab es erst wenige Denkmäler, die seiner erinnerten, und
dies nur außerhalb deutscher Staaten. Erst Ende Juli 2010 holte
Herr Seehofer die blasse Büste Heines heim – in die
Walhalla.
Diese Merkwürdigkeit soll hier beleuchtet werden: der Weg Heines
zwischen Romantik, Revolution und Resignation mit einem Blick auf
Würdigungen und Ablehnungen wird an diesem Abend nachgezeichnet.
Nicht unbescheiden hatte Heine für sich in Anspruch genommen, das
Schulgeheimnis der deutschen Philosophie ausgeplaudert und den
Untergang der klassisch-romantischen Kunstperiode verkündet zu
haben. Grund genug, den Erfahrungshintergrund seines Lebens, die
Konstellation einer deutsch-jüdischen Existenz zwischen
teutonischer Enge und französischem Exil, zwischen Genesis und
Geltung zu verfolgen. Heines Schaffen war und blieb Zeitgenossen wie
Nachwelt oft ein Ärgernis. Dies gilt es wach zu halten.
Anschließende Diskussion möglich.
|
|
Beginn: 19 h. Ort:
ATELIER HOLLE VOSS, Fraunhofer Str. 3 (am de-Häen-Platz), 30163
Hannover-List. Eintritt frei,
Spende
erwünscht.
Voranmeldung erbeten: Tel. 625424.
|
|
So.,
9. Januar 2011 - Lesung /
Werkschau:
Dorit David.
Risse im Eis
„...Ich weiß,
daß es unüblich ist aus einem
halbfertigen Roman vorzulesen. Aber ich sehe es als eine "Werkschau"
an, als eine Art öffentliche Probe, wie es einige Theater
anbieten. Es ist Teil meines Arbeits- und Schreibprozesses.“
Laetitia,
Gebärdensprachdolmetscherin hört eines Tages einfach auf zu reden, als sie
feststellt, die Stimme ihrer Mutter geerbt zu haben. Die junge Frau
Mitte dreißig unterhält eine stark unterkühlte
Beziehung zu Hanna, ihrer Mutter. Laetitia ist alleinerziehend. Ihr
Sohn Eric ist aus einer Beziehung hervorgegangen, die kurz vor der
Hochzeit in die Brüche ging. Als Macherin ihres Lebens kommt sie
mit vielen Unwägbarkeiten gut zurecht. Selbst mit ihrer Stummheit.
Bis eines Tages
Hanna einem Schlaganfall erleidet. Sie überlebt, ist aber
komatös. Als Laetitia davon erfährt, ist zeitgleich auch ihr
fünfzehnjähriger Sohn Eric verschwunden. Alles bricht
zusammen. Durch Traumsequenzen und Erinnerungssplitter erfährt die
LeserIn mehr über Hannas Fluchtvergangenheit, als Laetitia selbst.
Sie ist gezwungen, innezuhalten, auszuharren und zu warten - zweifach
verstummt. Eine Rückbesinnung beginnt und Laetitia wird mit einem
Thema konfrontiert, daß sich durch alle drei Generationen zu
ziehen scheint: Flucht....
Die Frage, die
diese Geschichte aufwirft und der ich mich schreibend nähere,
lautet: Ist es möglich, daß Kinder die Gefühle ihrer
Eltern, ja sogar Großeltern erinnern, obwohl nur wenig
darüber gesprochen wurde? In welcher Form zeigt sich ein
unverarbeitetes, über Generationen hinweg ausagiertes Erlebnis,
ohne daß direkt darüber kommuniziert wurde?
Anschließendes
Gespräch möglich.
|
|
Beginn: 19 h. Ort:
ATELIER HOLLE VOSS, Fraunhofer Str. 3 (am de-Häen-Platz), 30163
Hannover-List. Eintritt frei,
Spende
erwünscht.
Voranmeldung erbeten: Tel. 625424.
|
Lesungen 2007
Lesungen 2006
Lesungen 2005
|
Rechtshinweis:
Alle Angaben und Links, die auf unseren HESPERUS- und Buchgrafik-Seiten
enthalten sind, wurden von uns sorgfältig geprüft. Diese
Informationen dienen ausschließlich
zur Information der Besucher unserer Webseiten. Für
Internetseiten dritter, auf die diese Seite durch Hyperlinks verweist,
tragen die jeweiligen Anbieter die volle Verantwortung.
|
|
|